„Frauen dürfen nicht die Hauptnotleidenden der Coronavirus-Pandemie werden“

Der Deutschen Frauenrat (DF) veröffentlichte im März 2020 einen Appell angesichts der weltweiten Ausbreitung Coronavirus-Pandemie:
„Die Lage ist sehr ernst und für Frauen in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Sind es doch mehrheitlich Frauen, die in systemrelevanten Berufen, wie in der Pflege, in der Erziehung und im Einzelhandel, arbeiten. Ihre Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert, bei unverändert schlechter Bezahlung. Gleichzeitig stehen viele Familien aktuell vor der großen Herausforderung, das Zusammenleben mit Kindern, die nicht in die Kita und Schule gehen können, zu organisieren. Auch hier sind Frauen in einer ganz besonderen Belastungssituation. Denn die meisten stemmen nach wie vor den größten Teil der Sorgearbeit. Zu all dem wachsen die Befürchtungen, dass in anhaltender Isolierung und Quarantäne Zuhause die Gewalt in Familien und Partnerschaft massiv ansteigen wird.“
Der DF, als größte Frauenlobby Deutschlands, sieht sich in der Verantwortung, die Interessen von Frauen, auch und insbesondere in dieser angespannten Zeit, zu vertreten. „Wir werden uns intensiv mit der momentanen Krisensituation und ihren besonderen Auswirkungen auf Frauen befassen. Und wir fordern angemessene politische Maßnahmen, die verhindern, dass Frauen die Hauptnotleidenden dieser Pandemie werden – und es dauerhaft bleiben. Wir wollen den Finger in die Wunde legen und Forderungen laut machen, wenn sich die Gesellschaft verändert.“

Quelle: fpd 756

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