„Berufsbezeichnungen sollten gendergerecht sein, denn sie beeinflussen uns“

Psychologie-Professorin Bettina Hannover (FU Berlin) vertrat in einem Interview (Süddeutsche Zeitung) die Ansicht, dass Berufsbezeichnungen gendergerecht sein sollten, denn sie würden Kinder bei der Berufswahl beeinflussen. Wenn bei der Vorstellung von Berufen von „Ingenieuren und Ingenieurinnen“ die Rede gewesen sei, hätten die Mädchen deutlich mehr Interesse und Zuversicht erkennen lassen, dem Beruf entsprechen zu können, als dies bei der Verwendung des generischen Maskulinum der Fall gewesen sei. Zur Kennzeichnung der Geschlechter in Stellenausschreibungen sagte sie: „Der Stern und der Unterstrich sind gar nicht sinnvoll, weil verwirrend.“ Die Abkürzung „m/w/d“ sei „denkbar“, wenn die Menschen damit vertraut wären. Sie plädiere für die „Beidnennung“ („Ingenieur/Ingenieurin“), denn: „Dann stelle ich mir einen Mann vor und eine Frau.“

Quelle: fpd 742

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