Kontakt | Sitemap | Impressum

auf dieser Seite im www

Finanzielle Förderung – zu Familie & Beruf


Schwangerschaft

Das Mutterschaftsgeld ist eine finanzielle Ersatzleistung für Lohn und Gehalt in den gesetzlich vorgeschriebenen Schutzzeiten vor und nach der Geburt, sowie am Tag der Entbindung. Es wird an Frauen gezahlt, die freiwillig- oder pflichtversicherte Mitglieder einer Krankenkasse sind und kann über die gesetzlichen Krankenkassen beantragt werden. Antragsformulare zum Download und einen Mutterschaftsgeldrechner stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend online zur Verfügung. Die gesetzliche Grundlage für das Mutterschaftsgeld stellt das Mutterschutzgesetz dar.


Kinder

Zu finanziellen Leistungen für Familien in Rheinland-Pfalz informiert das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz online. Zu den Themen gehören das Elterngeld, steuerliche Entlastungen für Eltern wie Kinderfreibeträge und Regelungen für Alleinerziehende.

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung für Eltern, die in der Regel für 12 Monate nach der Geburt eines Kindes an die Betreuungsperson des Kindes gezahlt wird. Voraussetzung ist, dass diese Person nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich arbeitet. Nimmt der Partner auch eine berufliche Pause in Anspruch, stehen zwei zusätzliche Partnermonate zur Verfügung und der Elterngeldanspruch kann zwischen beiden Elternteilen verteilt werden. Elterngeld für Alleinerziehende kann unter bestimmten Voraussetzungen insgesamt für 14 Monate gewährt werden. Die zwei möglichen Partnermonate können damit der/dem Alleinerziehenden angerechnet werden. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem letzten Einkommen der Eltern. Grundsätzlich beträgt es 67% des Nettoerwerbseinkommens des erziehenden Elternteils, darf aber einen Höchstsatz nicht überschreiten. Zudem existiert ein monatlicher Mindestbetrag für gering Verdienende oder Erwerbslose. Elterngeld gibt es für Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende. Empfängern von ALG II oder Sozialhilfe wird es als Einkommen angerechnet. Elterngeld kann erst nach der Geburt des Kindes endgültig beantragt werden, die Elterngeldstellen bieten aber vorab schon Information und Beratung an, die frühzeitig genutzt werden sollte. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz stellt den rechtlichen Rahmen für Elterngeld und Elternzeit dar.

Hilfen in besonderen Lebenslagen stellt das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz online zusammen. Es informiert u.a. zu den Möglichkeiten finanzieller Unterstützung bei Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit im Alter, Arbeitslosigkeit oder in finanziellen Notlagen.

Der Kinderzuschlag ist eine finanzielle Unterstützungsleistung für gering verdienende Familien mit Kindern. Er kann über die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Voraussetzung für einen Bezug des Kinderzuschlags ist ein Einkommen der Eltern innerhalb eines bestimmten Bereichs. Die Höchstgrenze wird durch den Regelsatz bei Arbeitslosengeld II festgelegt, der Kinderzuschlag kann aber nicht zugleich mit diesem bezogen werden. Ein monatliches Mindesteinkommen ist Voraussetzung, wird jedoch bei Elternpaaren und Alleinerziehenden unterschiedlich hoch angesetzt.
Das Merkblatt Kinderzuschlag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen informiert über Antragsvoraussetzungen und Leistungen dieser Unterstützungsleistung.

Über die steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten informiert der Familienratgeber des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausführlich online. Über Reglungen zu den Kinderbetreuungskosten von Alleinerziehenden stellt der Familienwegweiser Informationen zur Verfügung. So sind Kinderbetreuungskosten als ein Mehrbedarf zu sehen, die nicht von vorne herein in der Zahlung von Kindesunterhalt enthalten sind. Stattdessen können sie einkommensabhängig zwischen beiden Elternteilen verteilt werden. Zu den Möglichkeiten der finanziellen Förderung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Arbeitssuchende informiert die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Homepage.

Zum Unterhalt und Kindesunterhalt für Alleinerziehende stellt der Familienratgeber des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Übersicht und Artikel mit detaillierten Informationen online zur Verfügung.

Der Unterhaltsvorschuss ersetzt ausbleibende Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils und wird häufig von Alleinerziehenden genutzt. Anspruch auf den Unterhaltsvorschuss haben Kinder von Alleinerziehenden bis zur Vollendendung des 12. Lebensjahrs, die keinen, keinen regelmäßigen Unterhalt oder nicht mindestens den gesetzlichen Mindestunterhalt erhalten. Der Unterhaltsvorschuss wird für höchstens 72 Monate gezahlt und das Kindergeld davon abgezogen. Beantragt werden kann der Unterhaltsvorschuss über das jeweils zuständige Jugendamt. Rechtliche Grundlage für den Unterhaltsvorschuss stellt das Unterhaltsvorschussgesetz dar.

Über das Programm Familienferien des Landes Rheinland-Pfalz können Familien mit geringem Einkommen oder besonderen Belastungen eine finanzielle Unterstützung zu einem Erholungsurlaub erhalten. Die Zuschüsse können über das Landesjugendamt oder die jeweilige Familienferienstätte beantragt werden. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zu Förderungsvoraussetzungen, Antragsstellung und dem Angebot der Familienferienstätten.


Pflege

Der Familienpflegeratgeber des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz stellt Grundinformationen und praktische Hilfestellungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige zusammen.

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt online umfangreiche Informationen zur Pflege zusammen. Hilfreich ist insbesondere ein Glossar, das wichtige Begriffe rund um das Thema Pflege erläutert, u.a. zu Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege:


Das Pflegegeld kann im Rahmen der Pflegeversicherung an Pflegebedürftige, die ihre Versorgung mit Hilfe von Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden, erwachsenen Kindern, Nachbarn oder ehrenamtlichen Kräften organisieren, ausgezahlt werden. Wenn die Anspruchsvoraussetzungen für diese Versicherungsleistung erfüllt sind, übernimmt die Pflegekasse monatliche Zahlungen.

Als Pflegesachleistungen wird die Inanspruchnahme von privaten Pflegediensten durch Pflegebedürftige bezeichnet. Wenn eine private Pflege z.B. durch Familienangehörige nicht möglich ist, kann die Hilfe von ambulanten Pflegediensten in Anspruch genommen werden. Die anfallenden Kosten können von der Pflegeversicherung übernommen werden.

Im Rahmen der Verhinderungspflege kann der zeitweise Ausfall der Hauptpflegeperson eines Pflegebedürftigen (wegen z.B. Krankheit oder Urlaub) durch Leistungen von professionellen Pflegedienstleistern ersetzt werden. Diese finanzielle Leistung der Pflegekasse kann maximal für vier Wochen im Jahr bezogen werden und darf einen festgelegten Höchstsatz nicht überschreiten. Anspruchsvoraussetzung ist unter anderem, dass die pflegebedürftige Person seit mindestens sechs Monaten häuslich gepflegt wurde. Die Verhinderungspflege greift auch bei akuter Überlastung von pflegenden Angehörigen und kann stundenweise in Anspruch genommen werden.

Als Kurzzeitpflege wird die zeitweilige Versorgung von Pflegebedürftigen in einer stationären Einrichtung bezeichnet. Sie wird häufig direkt im Anschluss an Krankenhausaufenthalte oder in akuten Krisensituationen genutzt, kann aber auch einen Urlaub von pflegenden Angehörigen überbrücken. Kurzzeitpflege darf maximal vier Wochen pro Jahr betragen.




Haushaltsnahe Dienstleistungen und Beschäftigungsverhältnisse können von der Steuer abgesetzt werden. Neben Handwerkerleistungen fallen auch Dienstleistungen für Familien im eigenen Haushalt wie Pflege- und Betreuungsaufgaben oder Putzhilfen unter die Regelung zur steuerlichen Entlastung von Familien. Grundvoraussetzung ist ein vertraglich geregeltes Arbeitsverhältnis oder eine Handwerkerrechnung und eine Bezahlung der Dienstleistungen per Überweisung. Nähere Informationen gibt das Programm "Perspektive Wiedereinstieg" auf seiner Homepage.