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Aktuelles



„Vor allem Mädchen aus armutsgefährdeten Familien besuchen niedrigere Schularten“

Seit Jahren liege die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland „definitionsgemäß in Armut leben“, relativ konstant bei 2,5 Millionen, berichtet der „Spiegel“ und zitiert aus dem noch unveröffentlichten Jahresgutachten des Paritätischen Gesamtverbandes. Diese jungen Menschen, so das Gutachten, seien „von der Chance auf sozialen Aufstieg häufig ausgeschlossen“. Allein durch ihre Herkunft seien Teile der Bevölkerung „von der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland abgehängt“. Untersuchungen zeigten, „dass Kinder aus armutsgefährdeten Elternhäusern tendenziell eine niedrigere Schulart besuchen“. Wörtlich weiter: „Diese Benachteiligung treffe vor allem Mädchen“. Dem Gutachten zufolge sinkt in Deutschland „auch der Anteil von Studienanfängern mit sogenannter niedriger Bildungsherkunft“.

Quelle: fpd, 690



Kampagnenjahr „Frauen und Minijob“ startet im Mainzer Rathaus

Am Montag den 19.06.2017 fand im Mainzer Rathaus die Kick-off-Veranstaltung zum Kampagnenjahr „Frauen und Minijob“ statt. Bei der Fachveranstaltung zum Thema beruflicher Wiedereinstieg und Alterssicherheit für Frauen wurde diskutiert: Die Vor- und Nachteile von nicht-sozialversicherten Minijobs, deren Auswirkung auf die vor allem weibliche Altersarmut und Lösungsansätze zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Im Rahmen des Kampagnenjahrs gründeten die Veranstalter – Perspektive Wiedereinstieg Mainz, das Jobcenter und die Stadt Mainz – einen Runden Tisch, der zweimal jährlich tagen und alle maßgeblichen Akteure aus der Region zusammenbringen soll.
Nach dem 19.06.2017 wandert die Ausstellung für eine Woche ins Jobcenter Mainz. Dort finden zahlreiche Aktionen statt. Ab dem 26.06.2017 ist die Ausstellung dann in der Agentur für Arbeit in Worms zu Gast bis zum 07.07.2017.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz und Pressemitteilung der BCA



Flexible Arbeitszeiten – eine Gerechtigkeitsfrage?

Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle können helfen, Familien- und Erwerbsarbeit besser zu vereinbaren. Wenn man es sich leisten kann, Arbeitszeit zu reduzieren und wenn gute, verbindliche Regelungen für flexible Arbeitszeiten gefunden werden, profitieren Beschäftigte mit Familienverantwortlichkeit, so die Aussagen. Aber wer kann Flexibilisierungsangebote nutzen und was hat das für Auswirkungen auf das berufliche Vorankommen? Prof. Dr. Yvonne Lott von der Hans-Böckler-Stiftung zeigt in ihrer Überblicksstudie z.B., dass 80,8 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten im Jahr 2015 Frauen waren, aber: der Teilzeitanteil in Führungspositionen dabei nur bei 11 Prozent lag. Vereinbarkeitsorientierte Arbeitszeitmodelle sind also meist in leitenden Positionen nicht umsetzbar – so schadet eine Familienorientierung der Karriere. Die größten Hürden für eine beschäftigtengerechte Umsetzung von flexiblen Arbeitszeiten nach Lott: Dünne Personaldecken in den Betrieben, Widerstände von Vorgesetzten und Unternehmenskonzepte, die flexible Arbeitszeiten einseitig zur Produktivitätssteigerung vorsehen.

Mehr Informationen und die komplette Studie finden Sie hier.

Quelle: DGB-Projekt „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!“-Newsletter 01/2007



60 Prozent der Minijobber sind Frauen – 5 Millionen Frauen in atypischer Beschäftigung

„Frauen arbeiten deutlich häufiger als Männer zu geringen Löhnen, in sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen und in geringfügiger Beschäftigung.“ Dies hat die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mitgeteilt. Demnach waren 2015 knapp 60% der Beschäftigten, die nicht mehr als den gesetzlichen Mindestlohn verdienen, Frauen. Einer „atypischen Beschäftigung“ gingen 2015 rund 5 Millionen Frauen nach. Als atypische Beschäftigung gelten Zeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse sowie Teilzeitarbeit mit 20 Stunden und weniger pro Woche.

Quelle: fpd, 684